DER ARTLITERAT Michael Zimmermann
DER ARTLITERAT Michael Zimmermann

ÄLTERE KURZWERKE - TEIL 2

Gedankenprozesse werden in der Manifestierung des Schriftgemäldes zu Skulpturen, welche in gedruckter Form zur Betrachtung der Massen vervielfältigt und somit plastisch werden. Durch die neoromantische, essenzielle Schriftform soll der Komplex eines Gedankengebäudes von der einfachen Dimension des Schriftbildes, durch die Betrachtung mehrerer ineinander verschachtelter Perspektiven dreidimensional tastbar werden und eine Gedankenplastik bilden. Genauso wie bei der `Sozalen Plastik´von Professor Beuys liegt hier der konstruktive und miteinander verbindende Gedanken im Vordergrund.


DA DIE URHEBERRECHTE MEINER HAND OBLIEGEN, IST EINE KOMMERZIELLE VERVIELFÄLTIGUNG BEI STRAFE UNTERSAGT. ES LIEGT MIR SEHR AM HERZEN EINEN VERLAG ZU GEWINNEN, DER MEINE BILD,-& FOTOWERKE ZUSAMMEN MIT MEINEN WORTGEMÄLDEN ALS `ARTLITERATSKULPTUR-BUCH´ HERAUSBRINGT, UM DAMIT GEMEINSAM UNSERE `SCHÖN- GEISTIGE INFRASTRUKTUR´FARBIG MITZUGESTALTEN.


NUN WÜNSCHE ICH VIEL SPASS BEIM LESEN UND FREUE MICH SEHR ÜBER RÜCKMELDUNGEN

 

EUER ARTLITERAT

Das unfreiwillige Gasthaus

Streben aus verrostetem Eisen verbarrikadieren eine Pforte zu einer verborgenen Welt nach draußen, während aus Strichen an Wänden gebildete Trauergalerien darüber Zeugnis ablegen, wie viele Zeiten verschiedene Generationen in der Abgeschiedenheit dahinwelkend verbüßt haben.

Ohren, welche in dieser Welt abgestumpfter Gefühlsstrukturen doch lieber nichts mehr hören wollen, legen sich nieder neben Aborten, welche abstrusen Räumlichkeiten ertränkt von Resignation und Wut, die passende Note verleihen. Dieser alle Winkel erfüllende Duft suggeriert gefallenen Existenzen auf verachtende Weise ein, das jene Substanzen welche sie in der Notdurft erzeugen, wohl ihre eigene Schlechtigkeit sein muss.
Das unfreiwillige Gasthaus spricht viele Sprachen und bewirtschaftet verschiedene Gäste für unbestimmte, aber dennoch ewig erscheinende Zeiten; eine Herberge in der ein aus Zeitgründen hervorgerufener Stress ein unerreichbarer Luxus ist.
Die Zeche an das soziale System wurde geprellt und so scheinen die Rückzahlungsdevisen in Form von hautzerfetzenden Stacheldrahtmünzen die Hosentaschen der Inhaftierten schmerzhaft zu füllen.
Im Gasthaus der Zwänge regieren eigene Gesetze ein dunkel uniformiertes Zwanggemeinschaftsleben, ohne freie Wahl der Nahrungsaufnahme und Individualitätsgestaltung.
Unschuld ist der heilige Gral, den fast jeder in seinen eigenen Händen zu halten glaubt. Doch die Ankläger schreien laut, das deine Unglaubwürdigkeit unwiderruflich beurkundet wurde. Widerstand ist zwecklos.
Tausende Gedanken kriechen voll Sehnsucht durch die kleinsten Ritzen um ungefilterten Sauerstoff zu atmen. Qualvolle Wunschkrämpfe ertasten blind das Steuerruder von Sandmanns Traumluftschiff, denn nur in dieser pseudorealen Parallelwelt der unzensierten Träume schweben die einzigen freien Schäfchenwolken am Himmel der Privatsphäre. Doch jedes bittere Erwachen zeigt deutlich, dass dieser Traumessand, den man sich aus den Augen wischt, vergiftet ist.
Wenn die Unschuld wirklich dein ständiger Wegbegleiter ist und Rechtschaffenheit das Kartenhaus deines Regelwerkes, verbiegt das ungleiche Joch, verknüpft mit einer Welt voller Brutalität deine gerade in der Waschanlage der Läuterung auf Hochglanz polierte Karosserie; jenes in unserem Wertesystem unverzichtbare Statussymbol des unbescholtenen Bürgertums.

Die Uhren in diesem Gasthaus ticken voller Hohn, ein verächtlich im Takt klickendes Lachen, denn sie färben die hiesige graue Welt in einen abgestumpft matten Einheitston und lassen die brillanten Farbnuancen vielschichtiger Zeitgefüge in totale Vergessenheit geraten. Trotzdem macht die Zeit mit uneinholbarem Schritt unbarmherzig ihren Weg. Jedes Tick sagt „Vorbei“ und jedes Tack schreit „ Good bye “.Wie im irdischen Wasserkreislauf bleibt der Kreis geschlossen, wobei weder Anfang noch Ende ersichtlich sind und hinterlässt einen erschöpften Sisyphus, der mit jedem zum Leben notwendigen Atemzug seine ballastdurchtränkte Kugel einen unüberwindlichen Berg hinaufwuchtet. Je länger die Fänge dieses unfeiwilligen Gasthauses deinen Körper umschlingen, umso unwahrscheinlicher ist eine Rückkehr aus dessen Armen in ein Zeitgefüge, dass mit interstellarer Geschwindigkeit vorgeprescht sein muss. Diese pseudoreale Zeitreise macht eine Integration in einer globalisierten Welt unmöglich.

Wehe, wenn man dich genau dann aus dem unfreiwilligen Gasthaus entlässt und du deinen letzten Zug ins Leben verpasst, da du nun wie ein Staatenloser ohne Dokumente, in der Schwerelosigkeit eines undurchsichtigen Niemandslandes schwebst. Dann hat jede Entlassung in die total verschrobene Freiheit jeglichen Sinn und Nutzen verloren.

Welch grausame und paradoxe Welt, denn wenn du freiwillig in das unfreiwillige Gasthaus zurückkehren willst, bleiben die Pforten verschlossen. Es sei denn, dass das Böse dein inneres Grundwasser endgültig vergiftet hat, dann kann man die nächste Straftat förmlich schon riechen und eine Rückkehr in die Welt der Resignation ist dir endgültig sicher.  ARTLITERAT - Michael Zimmermann 18.01.2010

Weiße Suggestionen

Ineinander verschachtelte mannigfaltig weiße Innenraumarchitekturen suggerieren Sterilität wohingegen polymorphe Krankheitswelten als Sammelsurium klinisch analysiert, verwaltet und dann assimiliert werden.
Chemisch klinische Substanzen schweben durch weiße Labyrinthe und Duftboten melden dem Hirn eine sterile Welt, die als Paradoxon nach Krankheit schreit.

Eine Welt in der Leben mit ersten Atemzügen einen Eingliederungsprozess starten und wiederum letzte Atemzüge nach Rehabilitation schreien.
Atme tiefer und tiefer wenn Blütenharmonien deinen Geruchssinn umschmeicheln, denn plötzlich und in einem Nu umranken weiße Fesseln deine Freiheit und reißen dich aus dieser harmonischen Umgebung mit süßem Aroma, welche jedoch durch stete Gewohnheit geschmacklos wurde.

Genieße dein Leben, die Gesundheit welche dir gegeben
Bevor böse Moleküle an dir kleben und nach Metamorphose streben.

Atme tief ein dein Glück, halte es fest Stück für Stück Vielleicht gibt es ein Morgen, jedoch gar kein Zurück.

Weiße Suggestionen symbolisieren eine widerstrebende, da unerklärliche Reinheit und akademische Titel in weißen Kitteln ummantelt sprechen ihre eigene Sprache, die das Rätselspiel deiner Zweifel im medizinischen Bermudadreieck verschwinden lassen.
Warum nur findest du ausschließlich in der Erinnerung den Wert für Qualitätsvariationen des Lebens?

Wieso erkennst du das Glück nur wenn es dir genommen wird?
Lebe bewusst und danke deinem Schöpfer wenn deine Vitalität die weißen pseudoreinen Suggestionen von dir hält.

Wie nahe liegt Weiß bei Schwarz?

Schnell und in einem Nu schreitet man von der Welt weißer Suggestionen über eine schmerzhafte Grauzone in das Reich, welches ohne jegliches Bewusstsein
Schwarz gefärbt ist.
Schwarze Suggestionen implementieren eine totale Metamorphose, denn so wie aus Staub leben geformt wurde, kehrt Leben zum Staub zurück.

So warten Aberbillionen Staubkörnchen auf den Erlöser.
Eine ungewisse Zeit verstreicht, bis das Blut dieses messianischen Erlösers durch das heiligste Rot, wirklich alles Weiß und rein gewaschen hat und dadurch Staubkörner rekonstruiert und milliardenfach wiedervereint zum Leben zurückkehren. 

 

 ARTLITERAT Michael Zimmermann

Die Augen deines Herzens

Feenstaubkaskaden, pulverisiertes Glückskonfetti streicheln in unzählbaren Legionen das verzauberte Märchenland, dort wo sich Regenbogenluftschlangen und ein im Farbenspiel explodierender Sonnendämmerungstanz mit dem bunt aufleuchtenden Nordlichtstrahlenballett zärtlich liebkosen, ineinander verrankt küssen.

Doch die Realität ist ein schwarzes Loch, welches durch exzentrische Massenglobalisierungs- Prozesse sämtliche Träume und Phantasien gierig aufsaugt und verschluckt.
Feuerspuckende, alles versengende und drachenförmige Alltagssorgen vernichten die schillernd bunten, aber schmetterlingsflügelzarten Kleinode des Glücks.
Wie finster ist doch die Welt der blind gewordenen, gefühlssuizidalen Ignoranten, die auf monotone Weise ihren kargen Lebensweg wie auf einer Fließbandstrasse durchschreiten. Ein Hagelsturm von Lebensbedrückungselementen formen ein jedes Traumlandparadies zum globalen Tal tiefen Schattens.
Befreit die in den Seifenblasen Gefangenen, die auf der Suche nach sich selbst nicht bemerken, das jeder weitere Schritt die hauchdünne Hülle zerplatzen und sie in den Abgrund der trostlosen Einsamkeit stürzen lässt.
Kaum jemand ist auf der Suche nach dem erlösenden Gral der Fantasie.
Wer formt den wenigen Schlechtsehenden unter den Blinden die Brille für den Durchblick in das Reich der Romantik?
Wer erkennt, das jedes Blatt eines hölzernen Riesen ein Besitzdokument für ein Märchenschloss ist, anstatt mit dem Gefühl der Nichtigkeitsbewertung darauf zu treten? Offene Augen des Herzens erkennen den goldenen Schlüssel für die Pforte des Märchenlandes und nur wenige Liebende werden im Schloss gekrönt.
Laut ruf ich in das Meer der Blinden:
„Öffnet die Augen eures Herzens, dann lernt ihr auch den lieblichen Klang kennen, wenn Feenstaub hinunterrieselt.“


ARTLITERAT Michael Zimmermann 20.01.2010 

TEXT ZUR KUNST-FOTO-SHOW BEIM 5. CHEMNITZER HERBSTSALON AUF DEM SCHLOSS AUGUSTUSBURG

AUF SPUREN DES FILZHUTTRÄGERS – 

Im Märchenland der `Sozialen Plastik´

 

Der Filzhutprofessor im fernen Düsseldorf sprach vor über 25 Jahren zu seinen Schülern: „Pflegt, ja poliert meine `Soziale Plastik´, damit diese Errungenschaft der Kultur nach meinem Ableben nicht zusammenbricht“. So machten sie sich auf, um dieses Kulturgut in die weite Welt zu tragen.

Ein Schüler des größten Meisterschülers erhielt die mahnende Botschaft: „Nun bin auch ich bald nicht mehr da und die soziale Plastik wird sich im finsteren Reich der Vergessenheit auflösen, wenn du nicht das Zauberland der verborgenen Kunst ausfindig machst.“ So zog dieser Schüler in die Partnerstadt Chemnitz, da es ihm zu Ohren gekommen war, dass im dortigen Zauberland verborgene Kunstschätze, mitunter auch in Ruinen, schlummern. 

(Bild 1-Häuserfront) Erst blickte er sich im magischen Küchwald um, da ihn dieser Zauberwald auf antiken Postkarten förmlich anlächelte. Und siehe da: (Bild 2- Baum) Ein hölzerner Riese ohne Haupt, aber mit seltsamen Stufen, präsentierte sich vor meinem Antlitz. „Ich habe auf Dich gewartet“ sprach die Baumgestalt und änderte sein Gewand. (Bild 3- bunter Popart-Baum)

„Ich möchte unbedingt Bestandteil der `Sozialen Plastik´ werden.“ Zum Dank dafür, dass ich Ihn für die Ewigkeit und zur Manifestierung der Plastik ablichtete, schenkte er mir seltsame Früchte (Bild 4- Blaue Äpfel) mit deren Hilfe ich den Küchwald mit veränderten, schöngeistigen Augen sehen konnte. Und schon sah ich einen wundersam schillernden Teich, (Bild 5-liegender Baum auf Weiher 1)  auf dem sich ein anderer hölzerner Riese schlafen gelegt hatte. Seine ganze Umgebung war mit Feenstaub aus Neon ummantelt 

(Bild 6- liegender Baum auf Weiher 2).

Plötzlich erschien mir ein vierbeiniger Kobold (Bild 7- Reh) und sprach: 

„Schreite weiter durch den Zauberwald und an dessen Ende wartet auf der Leipziger Strasse ein trauriges Haus (Bild 8- Ruine) mit verbranntem Haupt. Ich machte mich sofort auf dem Weg und je näher ich dem Bauwerk kam, umso deutlicher vernahm ich das verkohlte Haupt, sprich Dach. (Bild 9- Verkohltes Dach) Als ich schließlich in dieses eintrat, rief mir seltsamer Blätterkrokant von den Wänden zu: (Bild 10- Abgeblätterte Wände)

„Dort am Ende des Flures wartet eine Erfrischung auf dich. Wenn du diese zu dir nimmst, werden wir deiner `Sozialen Plastik´ folgen.“

Als ich in das Zimmer am Ende des Flures schritt, (Bild 11- Gardine mit Eiszapfen) reichte mir eine vorhangartige Hand eine kristallartige Erfrischung. Erst leckte ich vorsichtig am fruchtigen Kristall,

(Bild 12- Gardine mit Eiszapfen 2)

doch dann ward der süßliche Geschmack so inspirierend, dass ich kräftig zubiss und ehe ich mich versah stand ich vor einem kleinen schwarzen Troll,

(Bild 13- Maulwurf)

der nach oben zeigte und ganz keck äußerte: „ Da oben wohne ich.“ Ich blickte hinauf in die Höhe, sah aber direkt durch bis zum verkohlten Dach. 

(Bild 14- Verkohltes Dach)

Da fragte ich den kleinen Kerl: „Hast du das Haus angezündet?“ „Nein“ antwortete das Kerlchen traurig „ich hab mich doch selbst so darüber geärgert, dass ich durch das Unglück mein trautes Heim verloren hab; aber, hast du vielleicht Lust mit mir eine Partie Baustellenmikado zu spielen?“

(Bild 15- Baustellenmikado)

„Wenn du dann meiner `Sozialen Plastik´ folgst gerne“ antwortete ich.

Da der kleine Troll einverstanden war spielten wir eine Partie Baustellenmikado,

(Bild 16- Baustellenmikado 2)

wobei ich mich recht ungeschickt anstellte. Na ja, es war ja auch mein erstes Mal. Nach dem anstrengenden Spiel war ich richtig müde, doch an Rast war nicht zu denken, denn schon mahnte der schwarze Troll „Wir müssen jetzt weiter zur Zwickauer Strasse, denn dort wartet jemand auf uns, der sich uns bestimmt anschließen will.“ So schritten wir über den schönen Kaßberg und an der Chemnitz (Bild 17- Chemnitz-Fluss) offenbarte sich mir wieder eine wundersame Feenstaubatmosphäre, die mich zu einer Märchenruine führte.

Als wir dort eintraten sah ich oberhalb des Flures ein Kastenwesen,

(Bild 18- Herdrückansicht)

welches uns den Rücken zukehrte. Wir gingen zu ihm rauf und sagten freundlich „Hallo“. „ich schäme mich so und würde mich am liebsten hinunterstürzen, aber ich trau mich nicht.“ Sagte das Kastenwesen

(Bild 19- Herdvorderansicht)

„Wieso, was ist denn?“ fragte ich mitfühlend.

„Ich bin so ein Hitzkopf“ regte sich der Kasten auf, „dass überall wo ich mich zu arg erhitze das Haus abbrennt.“ 

Ich hatte schon bedenken den hitzköpfigen Plattenspieler auf die `Soziale Plastik´ aufmerksam zu machen, da beschwichtigte er schon. „ Keine Bange, mein Feuer ist schon lange erloschen und damit ich hier nicht so sinnlos rum stehe, hat mich eine gute Fee zu einem Portal in eine Märchenlandschaft verwandelt. Ihr müsst nur die Klappe öffnen und durchkriechen.“

Gesagt getan. Es war zwar etwas eng, aber der Überraschungseffekt war dafür ganz toll, als wir in einer Landschaft mit Parkettgebirge landeten.

(Bild 20- Parkettgebirge)

Die Parkettberge begrüßten mich im Chor: „Hallo, endlich! Bist du vielleicht ein Gallerist? Wir haben uns beim Bildungsprozess so viel Mühe gegeben.“

(Bild 21- Parkettgebirge 2)

„Auch der Wandschmuck konnte davon überzeugt werden sich uns anzuschließen und bildete eine Königsrobe.“

(Bild 22- Parkettgebirge 3)

„Doch diese Königsrobe konnte keinen Galleristen dazu ermutigen, sich ihn überzustreifen. 

Von so viel Kreativität war ich echt beeindruckt und erwiderte voller Freude: „Ich möchte euch sogar adeln und den Titel `Beuyssche Alpen´ verleihen.“ Wiederum ward ein kostbarer Puzzlestein der `Sozialen Plastik´ gefunden, um diese in ihrer räumlichen Dimension zu stärken.

Während mein kleiner Begleiter dann auf den `Beuysschen Alpen´ spazieren ging, schritt ich weiter durch den Palast der seltsamen Landschaften und gelangte in eine stimmungsvoll ausgeleuchtete Halle.

(Bild 23- blau beleuchtete Fabrikruine)

Eine wundersam liebliche Stimmung füllte mein Herz als ich durch eine Fensterallee schritt (Bild 24- Bild mit großem Fenster)in der eine windartige Stimme „Willkommen in der Strasse der Nationen“ säuselte

(Bild 25- Grosses blaues Fenster 2)

Die mich liebevoll umschwebende Brise kam von allen Seiten und streichelt mich sanft. Plötzlich vernahm ich ein lautes Ächzen und Stöhnen, das von oben kam. Ich schaute empor und traute meinen Augen nicht, (Bild 26- Tür auf Dach) denn eine vorwitzige Tür lag auf einer Dachkonstruktion und schaute mich an.

„Was machst du denn da?“ fragte ich das neugierige Türwesen. Sie antwortete: „Es war mir zu langweilig ewig in den Türangeln zu baumeln und jetzt schau ich mir die Welt von oben an.“ Ich fragte sie: „Hast du Lust an einem großartigen plastischen Projekt teilzunehmen?“ (Bild 27- Tür auf Dach 2/Nahaufnahme)

Die Tür war begeistert: „Au ja Klasse. Jede Tür ist ein Künstler.“

Wieder hatte ich einen interessanten Partner gefunden, der mir folgte.

Kaum ward ich ein paar Schritte weitergelangt rief ein eindimensionales Wesen:

(Bild 28- roter Graffitimann)

„Du musst hier durch, wenn du auf dem Pfad der Kunst bleiben willst. Ich  schau nur noch mal nach, ob das Portal nicht mit Kulturignoranten verstopft ist, die werfe ich nämlich gnadenlos raus.“

Ich kehrte in mich und kam zu dem Schluss, dass man auch die einfache Dimension beherrschen muss, wenn man nach einer dreidimensionalen Plastik strebt und schon zog es mich durch das eindimensionale rote Portal in eine dunkle, aber verträumte Welt. (Bild 29- Dachboden mit weißen Kegeln)

Weiße Kristallkegel leuchteten mir entgegen und ich schritt näher, um eine dieser Traumplastiken zu bestaunen. (Bild 30- Schneekegel)

„Es hat sich schon rum gesprochen, dass du Komponenten für ein großes kulturelles Gebilde suchst und so sind auch wir dazu bereit dich zu unterstützen“ sprach der weiße Kristallkegel vor dem ich stand. „Herzlich gerne“ antwortete ich mit einem Herzen, dass wie eine Schatztruhe gefüllt war.

„Blicke durch das ovale Auge über mir“ berichtete der Zauberkegel weiter „dann wirst du eine Schatzkammer sehen, in der du deine bisher eingesammelten Kunstschätze lagern kannst.“ (Bild 31- oranges Dachfenster)

„Denn noch bist du nicht am Ziel deiner Mission; aber Vorsicht, tritt bloß nicht auf mich“ Vorsichtig schritt ich näher und alleine mit der Kraft meiner  

Gedanken (Bild 32- Form, Farbe, Geste-Großaufnahme) schwebten meine eingesammelten Kunstschätze in den Kunstpalast. Ich wollte dann schon nach dem weiteren Weg fragen, da packte mich auch schon eine Traumeswolke beim Schopf und ich stand in einer neonbunten Halle, 

(Bild 33- Neonhalle mit Dampf)

in der sich eine Bodenplatte öffnete. Ohne Worte verstand ich nun, wo mein weiterer Weg fortzuschreiten war. Ein Lichtdurchfluteter Tunnel führte mich nach Schloss Lichtenwalde, wo mich ein schüchterner Zwerg mit Zipfelmütze

(Bild 34- Zipfelmützenzwerg)

in Empfang nehmen wollte, doch seine Schüchternheit war stärker, als der tiefe Wunsch mich anzusprechen. Da wir uns trotzdem auf Anhieb verstanden, nahm ich ihn einfach bei der Hand und so führte er mich zu seinen Freunden,

(Bild 35- Knabenpaar)

die darum stritten, ob sie in Lichtenwalde bleiben, oder mir folgen wollten. Der schüchterne Zipfelmützenzwerg gab sich nun einen Ruck und sagte: Ich kenne das Ziel. Ihr müsst mir nur folgen.“ So kam es, dass wir zu Viert am Fuße der Augustusburg landeten. Auf einmal sprang ein angerosteter weißer Hirsch

(Bild 36- Weißer Hirsch)

aus dem Fenster des Gebäudes, vor dem wir standen. Ich kam gar nicht mehr dazu den Hirsch danach zu fragen, was denn los sei, so schnell eilte dieser von Dannen. Meine Neugier trieb mich dann zu dem Fenster, aus dem er sprang.

(Bild 37- Roter Teppich)

„Wenn hier das Ziel sein soll“ dachte ich „muss dies da hinten ein roter Teppich sein, auf dem ich nun zum Finale schreiten kann.“ Also kletterte ich durch das Fenster auf den fremdartigen roten Teppich zu. Doch, Oh Graus, was war das?

(Bild 38- Rote Konsumzunge)

Aus dem angeblichen roten Teppich wurde eine grässlich gierige und schmutzige Zunge, die mich mit samt der Umgebung verschlingen wollte.

Meine Begleiter packten mich schnell bei den Armen und entrissen mich dem Monster der Planfeststellungsbeschlüsse, welches den Auftrag hat, alle Kunstschatzruinen nieder zu reißen.

So flüchteten wir weiter hoch zur Burg (Bild 39- Augustusburg)                     und nun stehen wir hier. Für wahr, ich bin wirklich am Ziel, denn hier ist man eingehüllt und ummantelt von Kunstschätzen.

Jetzt habe ich nach all den erlebten Abenteuern den Auftrag euch die Frage, ja große Bitte des Meisters zu übertragen:

„Seid ihr gewillt mit mir gemeinsam die `Soziale Plastik´ weiter zu gestalten?

Dann antwortet mit ja und unterstützt mich bei dem, was ich nun gleich tue.

 

ENDE

 

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