DER ARTLITERAT Michael Zimmermann
DER ARTLITERAT Michael Zimmermann

ÄLTERE KURZWERKE - TEIL 1

Gedankenprozesse werden in der Manifestierung des Schriftgemäldes zu Skulpturen, welche in gedruckter Form zur Betrachtung der Massen vervielfältigt und somit plastisch werden. Durch die neoromantische, essenzielle Schriftform soll der Komplex eines Gedankengebäudes von der einfachen Dimension des Schriftbildes, durch die Betrachtung mehrerer ineinander verschachtelter Perspektiven dreidimensional tastbar werden und eine Gedankenplastik bilden. Genauso wie bei der `Sozalen Plastik´von Professor Beuys liegt hier der konstruktive und miteinander verbindende Gedanken im Vordergrund.


DA DIE URHEBERRECHTE MEINER HAND OBLIEGEN, IST EINE KOMMERZIELLE VERVIELFÄLTIGUNG BEI STRAFE UNTERSAGT. ES LIEGT MIR SEHR AM HERZEN EINEN VERLAG ZU GEWINNEN, DER MEINE BILD,-& FOTOWERKE ZUSAMMEN MIT MEINEN WORTGEMÄLDEN ALS `ARTLITERATSKULPTUR-BUCH´ HERAUSBRINGT, UM DAMIT GEMEINSAM UNSERE `SCHÖN- GEISTIGE INFRASTRUKTUR´FARBIG MITZUGESTALTEN.


NUN WÜNSCHE ICH VIEL SPASS BEIM LESEN UND FREUE MICH SEHR ÜBER RÜCKMELDUNGEN

 

EUER ARTLITERAT

Die Waage zwischen Schmerz und Freude

Schläge und Tritte formten wie Blüten des Todes das Format einer gescheiterten Persönlichkeit, gravierten Stacheln in die tiefsten Winkel eines Körpergebäudes um das Bild eines gefühllosen Menschen zu komplettieren.
Dornenwurzeln umranken die Seele einer finsteren Retrospektive.
Die Kammern des Hirns sind zu Kerkerlabyrinthen geworden und Erinnerungen das Interieur an Folterinstrumenten. Hinter Gittern schreit das Gesamtvolumen einer gescheiterten Existenz, welcher das Geheimnis der Liebe verborgen blieb.
Verzweifelnd zitternd hat sich eine Hornhaut wie Stacheldraht um das Gewissen gezogen. Gefühle sind zu schmerzhaftem Luxus geworden und ein paradoxer Selbstschutzprozess formte aus lieblich duftenden Blüten Stachelgebilde mit Widerhaken.
Schwarz wie Teer umranken Dornenketten der Gefühlsamnesie jeden Winkel wohlbehüteter Emotionsschutzkammern.
Auf der inneren Waage des Lebens wiegen Schmerz und Enttäuschung schwerer als Freude und Liebe und so wird eine Umkehr immer unmöglicher. Jedoch irgend etwas schreit in diesem metamorphosen Körper jämmerlich: „ Rette mich!“. “Durchleuchte meine verwinkelten, undurchdringlichen Labyrinthe meines inneren Gebäudes.“ „Vielleicht bin ich noch nicht ganz verloren?“
Das Böse möchte jeden Raum für das Gute unterbinden, weil es sonst daran erstickt.
Da schwebt eine große leuchtend strahlende Waage über unseren Häuptern und entscheidet welche Kraft diesen Erstickungsprozess gewinnt. Wann wird die Parität der Waage durchbrochen? Wie viel negative Deja-vus sind erforderlich um die Pechlawine ins Rollen zu bringen? Und wie viel Hornhaut ist notwendig um das stacheldrahtumwickelte Gewissen abzutöten? Irgendwann ist eine Rehabilitation zum unverständlichen Fremdwort mutiert.
In der Heiligen Schrift, dem zweischneidigen Schwert, steht die Gebrauchsanweisung um die verbogene Waage der Justitia nicht nur wieder gerade zu biegen und auf das Genaueste zu justieren, sondern auch als strahlenden Leitfaden wieder auf Hochglanz zu polieren. Heilige in die Tat umgesetzte Worte sind das reine Salböl des universalen Meisters, welche dem Stacheldraht des Bösen auf der Waagschale das Gewicht entziehen.
Die dunkle Seite ,der himmlische Widersacher, missbraucht das rasende Tempo der Globalisierung um Evolutionstheorien als Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Gottes

Wort einzusetzen, um die verblendete Menschheit dadurch vor der Bewertung der himmlischen Waagschale zu entziehen; denn wer will schon Rechenschaft ablegen müssen wegen der Vergewaltigungstaten an unseren Planeten und unserem Wertesystem?

In wie viel Millionen Haushalten mag die universelle Bedienungsanleitung zwischen gewaltverherrlichender Literatur verstauben?
Bedenke das dieser Staub auf der Waagschale des Lebens verhängnisvoll schwer wiegt und sich wie ein Mühlstein um den Hals wickeln kann. 

 

Michael Zimmermann 22.04.2008

Ein ständig vertrauter Feind

Ein ständig vertrauter Feind umklammert mich mit stacheldrahtrankenumwachsenen Klauen, die so tief in mich eingedrungen sind, dass sie auf grausame Weise ein Teil von mir geworden sind. Dieser Feind ist mir trotz jeder Anstrengung und Gegenwehr vertrauter, intimer und näher geworden, als es Ehefrau und Kinder jemals sein können, denn er teilt jeden Atemzug mit mir. Dabei stiehlt er mir die Atemluft auf solch gierige Weise, dass ich fast daran ersticke. Verzweifelt und erschöpft suchst du krampfhaft nach Institutionen des Fortschritts die deinen siamesischen Zwilling zu entfernen vermögen. Oasen der Wissenschaft forschen tagein und tagaus, doch das Heer der all zu intimen Feinde wird zunehmend größer, um der Menschheit die Gesundheit zu entreißen. Wiederholt droht eine Vergewaltigung und dein ständig vertrauter Feind küsst dich so stark, das dein ganzer Körper schreien muss; doch du schreist nicht vor Wonne, sondern vor Qual. Panisch möchtest du seinen Liebkosungen entfliehen, doch nur betäubende Substanzen vermögen jene unerträglichen Intimitäten ,die dich intim zu töten versuchen, für kurze Zeit zu unterbinden. Mein ständiger Begleiter lässt mich nicht mehr los, denn er hat sich in meine innersten Kammern eingegraben, um unwiderrufbar ein Teil von mir zu werden. Wo nur ist mein unbekümmertes Leben, wo nur sind Freude und Geborgenheit geblieben? Mein ständig vertrauter Feind hat sie mir geraubt und nicht einmal Krümel davon übrig gelassen, denn er beansprucht die totale Vereinnahmung meines Seins.

Im weit vorangeschrittenen Alterungsprozess meines humanitären Gebildes hat dieser unbarmherzige, intime Feind einen Verbündeten gefunden, um mich endgültig auf die Knie zu zwingen. Das Älterwerden ist eine unaufhaltsame Last und mit den zunehmenden Jahren gleicht mein Körpergebäude einem Hospital, welches in steter Bereitschaft verharrt um jede Krankheit aufzunehmen. Wie glücklich müssten diejenigen sein, welche von den intimen Feinden nur als Durchgangsstation benutzt werden, doch woher sollen sie auch wissen, wie lange diese termitenartigen blinden Passagiere ihre Reise begleiten ?

Jedoch ein großes Wehe denen, die auf unfreiwillige Weise einen steten Bund mit diesen Henkern eingehen und Tag für Tag die unerträglichen Judasküsse ertragen müssen und trotz verzweifelten Kampf die total verseuchte Umarmung nicht mehr los werden!

Ach könnte ich doch bloß schlafen, nur ein Weilchen, um wenigstens ein bisschen Wiederbelebungskraft in meine Akkus zu laden, aber nein....mein ständig vertrauter Feind schreit gnadenlos und markerschütternd wie ein Säugling in der Nacht, um meine Aufmerksamkeit auf totalitäre Weise auf sich zu lenken.
Betäubungsmittel gleichen Rettungsbooten, die versuchen auf dem Ozean des Lebens in die Freiheit zu entschwinden, doch dieser mein Ozean ist zu klein um entkommen zu können und selbst wenn er eine Verbindung mit der Unendlichkeit des Horizontes knüpfen könnte findet mein ständig vertrauter Feind Wege, um mich als gnadenloser Häscher einzuholen. Und siehe da....., es ist ein blinder Passagier an Bord, der sich mir wieder auf unerträglich widerwärtiger Weise nähert und als er wieder in mich reinzoomt, sinkt das Boot und ich ertrinke im Meer der Schmerzen. Der ach so zutiefst gehasste intime Feind hat dich wieder eingeholt. Da sind sie auch wieder diese Qualen, die deine Pupillen aus den Augen verschwinden lassen, bis nur noch ein Weiß des Entsetzens die Augenhöhlen füllt.Ein Wechselbad von Qualen und surrealen Traumsequenzen lassen mich jedes Zeitgefühl verlieren, doch auf Eines ist Verlass.......mein ständig vertrauter Feind. Plötzlich, ganz unerwartet ist er da, ein lichter Augenblick; ausgerechnet in der Dunkelheit einer inzwischen vertraut gewordenen Räumlichkeit blickst du dich um und nimmst nur durch die Notbeleuchtung wahr, dass dich andere Leidgenossen umgeben.
Rechts neben dir vernimmst du ein dir vertrautes Stöhnen und du begreifst, dass noch jemand in dein Boot der Leiden zugestiegen ist, während zu deiner linken Seite ein anderer Patient ins Reich der Träume entschwunden ist. Doch schon kurze Zeit später hat auch ihn sein persönlicher ständig vertrauter Feind wieder eingeholt und wirft ihn rigoros mit zu dir ins Boot der Qualen. Hier sind wir alle gleich, egal ob arm oder reich, denn das Heer der ständig vertrauten Feinde belagert jeden, der Ihnen in die Quere kommt. Nein, wählerisch sind sie wirklich nicht, aber dafür gnadenlos und so stöhnen wir zu dritt und ein humanes Hüttchenspiel nimmt seinen Lauf. Unter welchem Hüttchen liegt das nächste Opfer?
Oder sollte einer von uns die Kraft besitzen und den sadistischen Hüttchenspieler vertreiben, indem er seine Chemotherapie erfolgreich beendet?
So schwimmst du weiter in deinem Boot der surrealen Träume, auf dem endlos scheinenden Ozean, in dem es von Klippen der Schmerzen und Riffen der Verzweiflung nur so wimmelt und trotz alledem schöpfst du Hoffnung; Hoffnung, dass der viel zu intim gewordene Feind seine Orientierung verliert und nicht mehr zu dir zurückkehrt. Mit der

Hoffnung erkennst du schließlich, dass im Haifischbecken auch bunt schillernde flossentragende Diamanten der endgültigen Erlösung schwimmen, welche dich zum altvertrauten Hafen, der schon in Vergessenheit geratenen Heimat geleitend führen. Tapfer hast du gekämpft......, niemals aufgegeben...... erschöpft blickst du in den Horizont und mit letzter Kraft erblickst du wie der Schutz und Geborgenheit bietende Heimathafen Form und Gestalt annimmt. Ist es wirklich wahr? Ausgelaugt kehrst du zurück von einer langen, langen mit Orkanen und sengender Hitze geschmückten Reise, die dein ständig vertrauter Feind nicht überlebt hat. DU HAST IHN BESIEGT, TATSÄCHLICH NIEDERGERRUNGEN. Ein Orkan, gefüllt mit zerstörerischen Winden deiner Willenskraft, hat ihn doch noch von Bord gespült. Dabei hatte er schon geplant seine Metastasenfamilie mit an Bord zu holen; und wenn seine Familie dich besiedelt und ihren Stammbaum in deine Wirbelsäule eingeritzt hätte, wäre seine Fruchtbarkeit dein Untergang geworden.

Du bist noch total erschöpft, doch in Gedanken rennst du mit Siebenmeilenstiefeln von Dannen, so das deine Füße den Bodenkontakt zu verlieren scheinen.
Weg, bloß weit, weit weg damit er dich niemals mehr findet und doch wieder einholt, der ach so bittere und zutiefst verachtete, ständig vertraute Feind. 

 

ARTLITERAT Michael Zimmermann 18.01.2010

Verborgene Schätze in den Tiefen unserer Persönlichkeit

Verborgene Schätze in den Tiefen unseres Inneren ruhen
Liebliche Vibrationen gehüllt in den Stimmen anmutiger Sirenen kitzeln sie hervor Bilden Werke für die Ewigkeit, Monumente von Ruhm
Eine schöngeistige Kulturepoche steigt aus dem Verborgenen empor

Gefühle formen Gebilde aus Gedanken, wandern in die Fingerspitzen um in prachtvollen Werken ihre Vollendung zu finden
Genieße diese goldenen Ranken, Emotionen gefüllt mit angenehmen Schmerzen Traumversunkene Beine wanken, berauscht von Wolkenlandschaften in denen Träume blitzen Gebündelt zu astralen Stärken, für ewig in den Künsten zu binden,

gelesen beim munteren Tanz der Flammen in einer Landschaft vieler bunter Kerzen.

Verborgene Schätze aus den Tiefen abertausender Persönlichkeiten zieren Millionen von Bücherregalen, leben weiter auf Milliarden Seiten, inspirieren zu neuen Taten
So viele Herzen triefen, erleuchtete Geister werfen Strahlen, lächeln heiter, wandeln von musischen Weiten bis hin zum paradiesischen Garten

Kronjuwelen auf Leinwand schmücken die Wände, aufgereiht wie kostbare Perlen auf einer bezaubernden Perlenkette, erlesener Museen
Spürst du wie jedes Werk liebliche Botschaften verkündet, schwebt als ob es Flügel hätte verliehen von schillernd bunten Feen?

Die erlesenen Farbenspiele schwingen direkt in die tiefsten Kammern unserer Herzen, streicheln mit lieblicher Sanftheit unsere Augen
Als würde unser Innenleben in bunte Farben gehüllt, erleuchtet von vielen Wunderkerzen; Mein durstig Herz muss kräftig die Glückseeligkeit saugen

Auch das Ohr ist ein Kanal damit das Herze lacht,
drum lausche wenn Meister neue Werke gebären
Verborgene Schätze in Noten zu Papier gebracht Symphonischer Ohrenschmaus geleitet uns zu höheren Sphären

Gefüllet ist das Füllhorn mit den Klängen der Vielfalt im Reich der Klänge
Oh welch gewaltige Macht wenn sich die richtigen Noten miteinander verbinden Eine Schatzkammer voll Juwelen, bunt schillernd in Sinfonien und Gesänge
Sei nur bereit den güldenen Schlüssel zu diesem Märchenland zu finden

Öffnet eure Augen ,alle Sinne seid nun wach, denn die Schatztruhe ist gefüllt mit purem Gold Ergründet die verborgenen Kammern in euren Herzen
Wer nicht suchet bereitet sich selber Schmach und wenig gute Dinge sind im wirklich hold Es gibt eine Zeit zum Bilden und eine zum Scherzen

Unser Gott ist ein Schöpfer voll herrlicher Taten,
in seinem Bilde dürfen wir schöpferisch tätig sein
Kommt zum Palast der Künste mit musischem Garten
Wir schaffen neue Werke im globalen Kunstpalast, ein kreatives Stell dich ein

 

ARTLITERAT Michael Zimmermann 

Gesichter des Lebens

 

Labyrinthstrukturen flouroszierender Chemieprozesse geformt zu Gedankenspielen ranken in gelebten Erinnerungen auf Festplatten aus Fleisch gepresst. Welch biochemische Bibliothek in einer geordneten Masse, sich windend aus unergründbaren  Zellen. Vergangenheit individuell geprägt; abrufbare Sequenzen werden Emotionen, entstanden in den  Labyrinthstrukturen aus Fleisch.

 

Gänsehautteppichauslegeware auf sich ballende massive  muskulöse Zellstruktur über Gerüstkonstruktion mit Schädel: Es lebt, geht, steht, teilt sich mit.

Salzige Sekrete fallen bodenbenetzend zur Erdstruktur wenn konstante Bewegung den Mechanismus antreibt. DNS archivieren den Schwall der Individualität; multiple Lebensströme; nichts geht verloren.

Materie wandelt sich in geordneten Prozessen um; Fortpflanzung; sich ständig  wiederholende Wiederholung. Kopien leben in eigener individueller Form um durch weitere Kopien produzierend nicht gänzlich verloren zu gehen. 

Faktor Zeit beeinflusst Faktor DNS und Heere von Kopien beeinflussen wiederum den  Fluss der Zeit; bilden Generationen. Mein eigener Bestandteil dieser Generation im globalisierten Zeitgefüge brachte durch Fortpflanzung zwei Kopien hervor. Die Fortpflanzung der Kopien liegt noch in der Ungewissheit. Kopien die leben

 

Blütenduftsaugende Momentaufnahmen; Achterbahnkaskaden; adrenalinzirkulierende Emotionsschübe  gebärender Koitusschwall; Interruptus folgt von Berg zu Tal.

Faszinationsschübe und Elegien auf Papier festgehalten; vor Freude gelacht; von Berg zu Tal geglitten, ob rasant oder ganz sacht; in der Talsohle durch Kritiker zu Fall gebracht und dann wieder reiflich nachgedacht; Tag wird zur Nacht und sie kehrt zurück, die musische Macht.

Zukunft sucht Vergangenheit um sich zu erheben, nochmals zu erbeben.

Endgültige Friedhofsmonumente stehen starr, wie zeitlos festgehalten. Am Ende scheint das Gold angenagt und auch der strahlende Oscar verzagt. Doch Museen voll mit Werken und Lexiken niemals lügen; stoppen die Achterbahnfahrt. Dies ist der berauschende Heroenalltag.

 

Töne, Klänge, Melodien schweben verborgen im Raum um nach Entdeckung zu schmachten.

Gefühle küssen die Muse um liebliche Klänge wie goldene Trauben  vom Weinstock noch unentdeckter Notenfolgen zu pflücken. Ohrwürmer entstehen, wenn Flüsse der Kreativität sich im tosenden Meer der Produktion sammeln und in den Gehörgängen fast unauslöschlich haften bleiben.

Doch Schädlingsbekämpfer zerstören Ohrwürmer. Kommt und flüchtet in mein Klanglabor und ich will euch hegen und pflegen. Welch trostloser Kampf, denn die Industrie hat den musischen Kompass verloren. Statt Ohrwürmer züchtet sie Schädlingsbekämpfer, welche durch gerichtliche Prozesse den musikalischen Weinberg zerstören. Panik entsteht. Ohrwürmer werden zu Lemminge, um sich an der Spitze des Musikgeschäftes ins Tal zu werfen; Zerschmetterungstürme ragen im Tal empor.

Das Klanglabor produziert eine Lockrufmedizin und die Ohrwürmer müssen folgen.

Die Henne breitet Schwingen des Schutzes um Schutzbefohlene Küken, während umstrukturierte Geschmacksnuoncen den Ohrwurmverzehr verbieten.

Unterstützt, rettet, ja vermehrt  das Klanglabor.

  

 

Kristallklares Gift, wie ein Dieb schleichend, zerstört unser System; der Tiefen Gründe sind für Niemand bequem. Globalisierende Forschung extrem; als Sockel fungieren Slums und  Heere der Armut bieten Opfer. Mehrere kleine Finger werden feilgeboten und geraubt wird immer die ganze Hand. Wenig Reiche finden schwimmend Erholung im salzigen aus Tränenkanälen ergossenem Meer. Das kristallklare Gift und das Meer von Tränen bilden zischend neue Substanzen; ätzende Säuren der Globalisierung. Massenvergewaltigungen durch unfreiwillige Versuchskaninchen bleiben ungesühnt, während die Diebe der Nacht wiederholt unerkannt entschwinden in die Oasen des Fortschritts.

   

 

Lebensenergiezerfressender Zeitwasserfall fließt zum Sekundenmarathon, Minutentriathlon durch blutrote Ströme meiner Venen. Die Zeit macht ihren Weg - Rücksichtslose Schübe - Unfassbare Macht.

Mangelerscheinungen breiten sich unaufhaltbar aus in deinem Körper; Mangel nach Sekunden, Minuten, Stunden, diese werden Tage, Wochen, Monate. Jugendblüten transformieren zu harten Wurzeln des Alters. Die Zeit hat sich kontinuierlich und nicht enden wollend in nachtfarbene Schleier gehüllt und rennt mir davon. Das Unerreichbare aufsaugend  hastet  meine schmetterlingsflügelszarte Hülle hinterher. Während ich stellenweise fliege und dennoch auf der Stelle trete, überholt der Zeitschwall der Welt mein in Zeitgesetzen gepresstes Wesen.

Warum schmachten wir nach Schwingen  wie die Vögel ? Auch ihre weitsichtigen Perspektiven reichen nicht im Entferntesten aus, um den Gesetzen der Zeit zu entschweben. Dennoch fliegen wir in unseren Träumen als Luftschiffe kunterbunter  Fluglinien davon. Zahlreiche Fluglinien von Zeitgenossen kreuzten meinen Weg und alle landen wir im kastenförmigen, hölzernen Untergrund und  

Die Zeit macht ihren Weg.

 

ARTLITERAT Michael Zimmermann

LIEBESWEISEN

 

 

Liebe, bitterer Wein

 

Steter Durst nach süßem Trunk, schmeichelnd wird der Gaumen gekitzelt.

Süß rinnt er die kehle herab, roter Wein, der berauscht. 

Die Sinne sind betäubt.

Doch was vor Kurzem süß und lieblich schien wandelt sich in Bitterkeit.

Liebe, bitterer Wein, enttäuschtes Herz fängt an zu schreien.

Zwischen den Pupillen rinnt salziger Weißwein herab.

Welcher Wein bleibt ewig süß?

Der Durst mich ewig suchen ließ.

 

 

Schmetterlinge küssen meinen Bauch

 

Des Frühlings Atem haucht sanften Blütenduft und sendet buntbeflügelte Boten aus,

hab sie gefangen in meinem Bauch.

Kitzelnd zart streicheln samtene Flügel meine inneren Gemächer zarter Empfindung.

Die Boten der Liebe haben mich zärtlich geküsst, 

hörst du sie flattern?

Bei jedem Kuss wird der Schwarm größer.

Jeder einzelne Flügel schimmert anmutig in feurigem Glanz,

tausende von  Schmetterlingsflügeln bilden einen wilden Liebestanz.

Schmetterlinge küssen meinen Bauch

Komm und küss mich und du spürst sie auch.

 

 

Der intensive Kuss

 

Liebe saugen, Schönheit schmecken,

Verranken, ineinander versinken.

In der Reinheit kristallklarer Pupillen schwimmen,

schweben und sich darin spiegeln. 

Körperflüssigkeiten bilden ein Band der Einheit,

verschmelzen miteinander, werden zuckersüß.

Kuss, Genuss, Zungentänze; 

Knospen bilden Ranken, die ineinander verschlungen betören

und berauschen.

Zungenspiele fahren in das Herz, welch angenehmer Schmerz.

Der Liebe Durst saugt Nektar

Der samtene Gaumen wird zum weichen Kissen,

lässt die Quellen weiter fließen und Gefühle sprießen.

Welch intensiver Durst!

Die Erlösung erfolgt erst durch die Verschmelzung zweier Körper

Erzittern, erbeben, Gefühle intensiv erleben,

abheben und dann schweben. 

 

ARTLITERAT Michael Zimmermann 06.01.2005

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